Wie Dankbarkeit mein Leben veraendert hat

Es ist etwa fünf Jahre her, seit ich zum ersten Mal mit einer Dankbarkeitsübung begonnen habe. Der Anstoss dazu kam von mehreren Seiten. Ich kann mich erinnern, dass ich mit meiner Yogalehrerin darüber gesprochen habe und dass ich in einem kleinen Büchlein über Gespräche mit Engeln von einer Dankbarkeitsübung gelesen hatte. Ich war inspiriert und wollte es ausprobieren. In der Regel wird empfohlen, täglich fünf bis 10 Dinge aufzuschreiben, wofür wir dankbar sind. Das klingt vielleicht nach wenig, aber für mich war es zu viel.

Natürlich ist es grundsätzlich sinnvoll, mehrere Dinge aufzuschreiben, wofür wir dankbar sind. Denn dankbar zu sein, unterliegt dem Gesetz der Anziehung. Das bedeutet, je mehr Dinge wir aufschreiben, für die wir dankbar sind, desto mehr geschieht wiederum in unserem Leben, wofür wir dankbar sein dürfen. Das ist doch im Grunde so genial und so einfach zugleich!

Warum ich täglich fünf bis zehn Dinge, für die ich dankbar bin, aufschreiben sollte, war mir daher klar. Doch nebst den fünf bis zehn Dingen aufzuschreiben, ist die Regelmässigkeit wichtig. Das tägliche Aufschreiben wichtig ist, weil wir es uns nur so zur Gewohnheit machen können und die Wirkung der ganzen Übung sonst eher schwach bleibt. Aber neue Gewohnheit zu etablieren, ist meist schwierig und wir finden tausend Ausreden, etwas doch nicht zu tun. Das kennen wir alle, nicht wahr? Ich suche daher immer nach der möglichst niedrigen Hemmschwelle, damit ich es trotzdem tue. In diesem Fall hiess das für mich: Ich setze mich jeden Abend für eine Minute hin und schreibe eine einzige Sache auf, für die ich an diesem Tag dankbar bin.

Es funktionierte! Ich begann am 1. September 2014 mit meiner Dankbarkeitsübung und kündigte Ende Oktober 2014 meinen Job, weil ich eine Zusage für eine andere Stelle hatte, die ich mir so sehr gewünscht hatte. Zufall? Nein, an Zufälle glaube ich nicht. Bestimmt lag es nicht nur an der Dankbarkeitsübung, dass ich eine neue Arbeit gefunden hatte. Aber Fakt ist, dass dies ein Wendepunkt in meinem Leben war und diese Veränderung stand im Zusammenhang mit einer kleinen Dankbarkeitsübung. Diese Übung kostete mich ein kleines schönes Büchlein und eine Minute pro Tag! Wenn ich das schaffe, schaffst du das auch! Probier es aus!

Dankbarkeitsübung

  1. Du brauchst ein kleines Heft oder Büchlein, wo du reinschreiben kannst.
  2. Am besten machst du die Dankbarkeitsübung als kleines Ritual. Überleg dir, ob du noch etwas dazu brauchst. Willst du eine kleine Kerze anzünden oder einen Gegenstand dabeihaben? Willst du zuerst ein paar tiefe Atemzüge machen und bei dir ankommen?
  3. Leg das Büchlein und einen Stift (und die Ritualsachen) an einen bestimmten Ort, z. B. auf dein Nachttischchen.
  4. Leg für dich fest, wann du die Dankbarkeitsübung machen willst. Morgens oder abends? Oder zu einem anderen Zeitpunkt? Falls es dir hilft, kannst du es als fixen Termin in deinen Kalender eintragen und dich sogar daran erinnern lassen.
  5. Schreibe täglich möglichst zur gleichen Zeit mindestens eine Sache auf, wofür du dankbar bist. Wenn du magst, kannst du natürlich auch mehrere Dinge aufschreiben. Mit der Zeit, wenn es zu einer Gewohnheit geworden ist, schreibst du fünf bis zehn Dinge auf.
  6. Beginne mit einfachen Sachen, wie zum Beispiel: Ich bin dankbar, dass heute die Sonne so warm geschienen hat. Oder: Ich bin dankbar für das gute Gespräch mit meiner Arbeitskollegin. Du kannst auch für Zukünftiges danken. Tu einfach so, als wäre es schon passiert. Zum Beispiel: Ich bin dankbar für erholsamen Schlaf.
  7. Schreib mindestens eine Sache auf, auch wenn du einen schlechten Tag hattest. Es gibt trotzdem immer etwas, wofür wir dankbar sein können.
  8. Beobachte, ob sich in deinem Leben etwas zu verändern beginnt. Reagieren vielleicht die Leute anders auf dich? Oder ist deine eigene Stimmung anders? Oder geschehen komische kleine «Zufälle» in deinem Leben?
  9. Probier es einfach aus! Du hast nichts zu verlieren, kannst nur gewinnen!

Gerade heute bin ich für so vieles dankbar. Ich bin dankbar für die Inspiration zu diesem ersten Blog, und dass du ihn jetzt gerade liest und vielleicht dadurch beginnst, dein Leben zu verändern. Ich bin dankbar für die professionelle und empathische Begleitung und Unterstützung von Eos Koch und José Mortellaro (Soulful Website Academy) beim Erstellen meiner neuen Website während der letzten Wochen. Ich habe mein ganzes Herzblut da reingesteckt und bin so glücklich, dass ich damit jetzt raus in die Welt kann. Wenn du Lust hast, darfst du gern einen Blick drauf werfen.

Wofür bist du heute dankbar? Ich würde mich freuen von dir zu lesen und mich mit dir auszutauschen. Wenn du magst, kannst du gern in die Kommentare schreiben.

Von Herzen,